Dynamisch, immer in Entwicklung

Dynamisch, immer in Entwicklung

Thomas Pröhl studierte Elektrotechnik, als ihm ein Zufall dazu verhalf, seine beruflichen Ziele neu zu entdecken. Seit nunmehr 24 Jahren ist Thomas Pröhl Mitarbeiter der NRD in Rheinland-Pfalz. Zuletzt war er als Fachkraft für berufliche Integration tätig und seit dem 1. Januar 2018 leitet er das Projekt Regio 2030. Was ihm an der NRD gefällt, ist die Dynamik der Entwicklung und die Tatsache, dass er die stetige Veränderung aktiv mitgestalten kann.

Nun ja, reiner Zufall war es nicht, dass Thomas Pröhl 1994 eine ganz neue berufliche Richtung einschlug. Die Firma, bei der er als Student in Mainz jobbte, zog um und die frei werdenden Räume wurden von der Mainzer Werkstatt für Menschen mit Behinderung angemietet. „Interessant“, dachte Pröhl und fragte wegen einer Hospitation an. „Und da passierte es, dass ein in sich gekehrter Beschäftigter sich auf meinen Schoß setzte und mit mir fotografiert werden wollte. Das war der Auslöser. Ich wollte die Arbeit mit der „kalten“ Technik durch die Arbeit mit Menschen mit Behinderung ersetzen“, erzählt Pröhl.

Kurz darauf bewarb sich Thomas Pröhl auf eine Stellenausschreibung der NRD im rheinhessischen Jugenheim. Gesucht wurde ein Mitarbeiter für den Arbeitstrainigsbereich, der als erster Bereich der späteren Rheinhessen-Werkstatt auf dem Gelände des Helferich-Hauses in Betrieb ging. Thomas Pröhl bekam die Stelle und war als Quereinsteiger bei Aufbau und Verstetigung der Angebote aktiv beteiligt.

Mit anfangs zwölf Beschäftigten hat die Rheinhessen-Werkstatt der NRD vor 24 Jahren in Jugenheim ihren Anfang genommen, heute zählt sie rund 200 Beschäftigte inklusive der Tagesförderstätten in Jugenheim und Wallertheim sowie der Küche Jugenheim. „Wir waren immer in Entwicklung“, erklärt Pröhl und nennt zugleich den Grund, warum ihn die Arbeit in der NRD bis heute interessiert „ich konnte mich immer mitentwickeln“.

Berufsbegleitend machte er die sonderpädagogische Zusatzausbildung und irgendwann wurde ihm klar, dass es sinnvoll wäre, einen beruflichen Abschluss zu erreichen. Neun Jahre nach seinem Einstieg bei der NRD meldete Pröhl sich zur Externenprüfung in der Fachschule für Heilerziehungspflege im pfälzischen Eisenberg an. Die erforderlichen Fachkenntnisse hatte er sich in der Praxis angeeignet und mit der Unterstützung netter Kolleg*innen aktualisiert. Gut vorbereitet bestand Pröhl die Prüfung zum Heilerziehungspfleger auf Anhieb.

Mit der Einführung des Sozialgesetzbuches IX und des rheinlandpfälzischen „Budget für Arbeit“, übernahm Thomas Pröhl die neu eingerichtete Tätigkeit als Fachkraft für berufliche Integration (FBI). Parallel zur neuen Aufgabe studierte er berufsbegleitend Soziale Arbeit an der Fachhochschule in Koblenz und verknüpfte dies thematisch mit seiner Arbeit in der NRD und einem landesweiten Umsetzungsprojekt zur Integration von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Bei Abschluss des Studiums 2009 war die Rheinhessen- Werkstatt bereits zweimal umgezogen und befand sich am heutigen Standort im Gewerbepark Wörrstadt.

Als FBI ist Thomas Pröhl bestens mit dem seit 2006 in Rheinland-Pfalz bestehenden Budget für Arbeit vertraut, das mit dem Bundesteilhabegesetz nun bundesweit eingeführt wird. Das Budget für Arbeit ist eine wirksame Finanzierungsform, um Menschen mit Behinderung alternativ zur Arbeit in der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren.

Seine vielfältigen Erfahrungen und Kontakte kann Thomas Pröhl in seiner neuen Tätigkeit als Leiter des Projekts „Regio RLP 2030“ gut nutzen. Ziel des Projektes ist es, alle aktuellen Angebote der NRD in Rheinland-Pfalz zu überprüfen, an den sich verändernden Rahmenbedingungen auszurichten und neue Leistungsangebote zu gestalten. Dieses Ziel entspricht der strategischen Entwicklung der gesamten NRD und zugleich den Forderungen des Bundesteilhabegesetzes, das mehr Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit Behinderung fordert. „Es ist durchaus denkbar, dass wir in Rheinland- Pfalz auch neue Leistungsangebote entwickeln“, so Pröhl, „wir könnten uns beispielsweise auch für die Altenpflege öffnen – das Know-how ist in der NRD bereits vorhanden.“

Dass ihn Langeweile in der NRD jemals ereilen könnte, befürchtet Thomas Pröhl nicht: „Ich mag die NRD als Arbeitgeber, weil sie sich stetig weiterentwickelt, und weiß auch die wirtschaftliche Stabilität der NRD zu schätzen.“

Seine langjährige Tätigkeit als Fachkraft für berufliche Integration hat er in bewährte Hände übergeben. Seine Nachfolgerin ist Annette Schultheiß, die bislang im Berufsbildungsbereich der Rheinhessen-Werkstatt tätig war. 

 
  • Inklusion...

    ... finde ich sehr gut. Wenn Kinder von Anfang an zusammen sind und nicht auseinandersortiert werden, gewöhnen sich alle aneinander und können lernen, sich gegenseitig zu helfen. 

    Inklusion...
    Horst Enzmann
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